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Leuchtfeuer Mecklenburg-Vorpommern |
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Eine unbefeuerte hölzerne Bake mit durchsichtigem Kopf soll es bereits 1859 auf Walfisch gegeben haben. Sie war 1859 34 Fuß und 1870 48 Fuß hoch. Eine neue Bake soll 1888 entstanden sein und 1902 soll ein Gasfeuer auf Walfisch bebrannt haben.
Nach dem Mecklenburg 1905 die Insel von Schweden zurück erhalten hatte, wurde am 10.7.1906 eine befeuerte hölzerne Bake auf Walfisch fertiggestellt. Als Befeue-rungseinrichtung war eine Wigham-Leuchte mit einer Linse V. Ordnung (7 Elemente, Leuchtwinkel 360°) eingebaut. Die Berliner Firma Julius Pintsch montierte die Leuchte. Die Petroleum-Dauerlampe hatte einen Dehsel (Luftturbine) zur Erzeugung der Kennung (2 Unterbrechungen). Das sechseckige Laternenhaus aus Holz und Eisen bestand in der Lichtebene aus Flacheisen, kleinen angenieteten Winkeln und eingekittetem Glas, sodass keine dunklen Winkel oder Streifen beim Betrachter zustande kamen. Das Feuer brannte nur vom 1.8. bis 31.3.. Im Jahre 1929 erhielt das Feuer eine Acetylenblinker nach dem Dalen-System (mit Benutzung eines Sonnenventils). So konnte das Feuer 30 bis 40 Tage unbewacht brennen. Der Umbau kostete 5165,00 Mark. Die Umstellung auf Flüssiggas wurde am 17.1.1931 abgeschlossen und zu dieser Zeit wurden auch erstmals farbige Warnsektoren eingerichtet.
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Ein weiterer Umbau erfolgte am 15.12.1978 mit der Umstellung auf elektrischen Be-trieb und dem Einbau einer 60-Watt-Spezialscheinwerferglühlampe. Seit dieser Zeit wird das Feuer auch von einer Schaltzentrale ferngesteuert. Im Jahre 1985 wurde die Gitterbake entrostet und konserviert. Außer dem Standort für das Seezeichen ist die Insel Walfisch heute ein Fläschennaturdenkmal und unter-liegt dem Natur- und Vogelschutz.
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In der Nähe der Sandbank Lieps wurde im März 2000 ein neues 5-Sektorenfeuer in betrieb genommen. Im Zusammenhang mit neugebauten Leuchtfeuerlinien löste es das Leuchtfeuer Walfisch ab. Schon im Jahre 1226 soll es nach Angaben des Poeler Heimathistorikers Jürgen Oump ein Leuchtfeuer in der Wismarer Bucht, auf der heute verschwundenen Insel Liebs, gegeben haben.
Bildquellen und Quelle: W. Moritz Rostock, Zeitschrift Leuchtfeuer, u. A.