Eider - Feuerschiffe

Eidergaliot
Das erste Feuerschiff was in der Deutschen Bucht ausgelegt wurde, war eine 1807 gebaute Eidergaliot. Wegen des Krieges zwischen England und Frankreich konnte die Galiot, damals noch unter dänischer Herrschaft, erst 1815 vor der westlichen Einfahrt zum Schleswig-Holsteinischen-Canal auf Station gehen. Am tage zeigte das Leuchtschiff eine große Flagge, bei Dunkelheit ein Wippfeuer. In einem November-sturm 1833 strandete die Galiot in der Deutschen Bucht, Schiff und Besatzung konnten gerettet werden.

1868 wurde in der Eidermündung auf der Station Äußere Eider ein schwarz angestri-chener hölzerner Dreimastschoner mit dem Namen EIDER an beiden Seiten in weißen Buchstaben. Das Schiff lag bis 1877 auf dieser Station. Auf der Station Innere Eide lag von 1868 - 1909 eine zweimastige Lotsgaliot.

1908 entstand bei der Werft G.H. Thyen ein Dreimastschoner mit Notbesegelung ohne Fahrantrieb, der von 1909 - 1918 und 1919 - 1939 auf der Station Äußere Eider ausgelegt wurde. Am Mittelmast des Feuerschiffes um 120° versetzt in kardani-scher Aufhängung brannten drei Spiritusbrenner als Leuchtfeuer. Das Feuerschiff hat eine Länge von 44 m, Breite 7,10 und liegt heute in Lübeck als Museumsfeuerschiff Fehmarnbelt.

Die Station Innere Eider wurde 1909 ebenfalls mit einem Neubau besetzt. Auf der Eiderwerft in Tönning wurde 1908/09 ein Dreimastschoner ohne Fahrantrieb gebaut. Auf der Station Innere Eider lag es von 1909 - 1914 und 1919 - 1926. Es liegt heute als Feuerschiff ELBE 3 im Museumshafen des Deutschen Schiffahrtsmuseums in Bremerhaven.

Fotos u. a.: Archiv Förderverein "Rettet den Leuchtturm Roter Sand e.V."

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