Pagensand - Kollmar und Pinnau
Auf der kleinen Elbinsel Pagensand wurde 1893 eine Richtfeuerlinie eingerichtet.
Die Türme ähnelten in ihrer Bauart den Feuern Wittenbergen-Tinsdal. Das Unterfeuer, ein 20 m hoher, rot-weiß gestreifter
Gitterturm mit Plattform und das 36 m hohe Oberfeuer, gleicher Bauart jedoch mit zwei Geländerplattformen, bildeten die
Feuerlinie. Das Unterfeuer hatte für die Richtfeuerlinie eine Scheinwerferlinse und für das Quermarkenfeuer eine Gürteloptik.
Beide Optiken waren auf einem Tisch montiert. Bis zum 4.6.1969 deckte eine zusätzliche Gürtelleuchte ein Kabelfeld mit
Ankerverbot ab, die ebenfalls auf dem Tisch montiert war. Im Juli 1992 wurden die Feuer gelöscht und abgerissen, sowie durch
eine neue Richtfeuerlinie ersetzt.
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Eine weitere Befeuerung des Fahrwassers erfolgte zwischen 1932 und 1934 mit den Feuern Pagensand-Mitte 1932,
Pagensand-Nord 1933 und Pagensand-Süd 1934. Das Feuer Pagensand-Mitte war ein 12 m hoher rot-weiß gestreifter
Stahlturm auf einem Unterbau mit Laterne und Umgang. Die anderen Feuer waren ähnlicher Bauart. Der Standort des Mitte-Feuers
war auf der ersten Buhne unterhalb der Insel. 1992 wurde das Feuer gelöscht. Im Oktober 2009 wurde der Turm Pagensand-Mitte abgebrochen und verschrottet, es blieb lediglich der sechseckige Betonsockel stehen. Die Türme
Pagensand-Nord und Süd erhielten eine neue Kennung.
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Die 1992 neu eingerichtete Richtfeuerline
Kollmar-Pagensand besteht aus Stahltürmen, die von der Firma Voss, Cuxhaven erbaut wurden. Das Oberfeuer Kollmar
ist ein 40 m hohes Bauwerk und das Unterfeuer Pagensand-Nord hat eine Höhe von 20 m. Beide Feuer sind Gleichtaktfeuer.
Ein weiteres
Leuchtfeuer im Bereich der Insel Pagensand ist das Feuer Pinnau auf dem nördlichen Leitdamm. Es ist ein 8m hoher roter
Dalben mit Leit-Sektorenfeuer.
Fotos und Abbildungen: Pagensand-Oberfeuer Zeitschrift Leuchtfeuer; Pagensand-Nord und
Pinnau Reinhard Nerlich, Hamburg; Kollmar-Oberfeuer und Pagensand-Nord Unterfeuer Egbert Koch, Hamburg.
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