Campen
Das Feuer Campen zeigte zunächst zwei Leitfeuer mit je zwei seitlichen Warnsektoren mit Blitzfeuer für das Randzelgatt und die Emshörnrinne. Die Stromerzeugung erfolgte über zwei neben dem Turm im Maschinenbaus aufgestellte Dampfmaschinen und drei liegenden Dampfkesseln. Sie trieben über zwei große Schwungräder und breite Riemen je einen Wechselstromgenerator an. Zusammen mit dem kleinen Leuchtturm Borkum war das Leitfeuer Campen der erste elektrisch betriebene Leuchtturm. Anstelle der Dampfmaschinen ließ die Seezeichenverwaltung 1906 zwei Einzylinder-Dieselmotoren von 20 PS-Leistung und Gleichstromgeneratoren einbauen. Der Gleichstrombetrieb ermöglichte die Verwendung von Akkumulatoren zur Speisung der Lampe. Zu dieser Zeit wurden auch neue preußische Kohlenbogenlampen mit waagerechter Kohlestellung eingebaut. Um 1930 wurden diese Lampen durch Glühlampen (2000W/30V) ersetzt. Auch die Gürtelleuchten wurden 1937 erneuert. Die neue Gürtelleuchte hat eine Brennweite von 700 mm. Weitere Modernisierungen fanden 1951 – 1956 statt, so auch der Anschluß an die elektrische Energie aus dem Überlandnetz. Die gesamte leuchtfeuertechnische Einrichtung, wie Leuchte, Otterblenden und Schalttafel wurde 1976 aus der Laterne ausgebaut und im Maschinenhaus neben dem alten Stromaggregat von 1906 in betriebsbereitem Zustand als historisches Anschauungsopjekt aufgestellt. In der Laterne des Leitfeuers ist jetzt ein Präzisionssektorenfeuer mit einer Hochdruck-Xenonlampe (XBO 2000W) eingebaut.
Das Leitfeuer Campen hat die Aufgabe Schiffe auf einem 29 Seemeilen weit reichenden Lichtstrahl bis Borkum zu führen. Es wird auch von der Revierzentrale Knock ferngesteuert. Der Leuchtturm kann von Besuchern bestiegen werden und das alte Maschinenhaus steht ebenfalls den Besuchern offen.
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