Norderney
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Auf einem 13,27 m hohen Unterbau wurde ein achteckiges Turmteil errichtet, auf das die eiserne Laterne gesetzt wurde. Als Baumaterial dienten rote Ziegelsteine mit Sandsteingesimsabdeckungen. Der Turm erreichte eine Höhe von 53,75 m und die Feuerhöhe liegt bei 59,6 m über Mittelhochwasser. Im Laternenhaus ist ein Fresnelscher Linsenapparat I. Ordnung eingebaut. Die 5,3 m hohe Laterne ist an ihren 16 Seitenflächen weiß verglast. Den Abschluß bildet ein Kuppeldach mit Spitze. Die leuchtfeuertechnische Einrichtung wurde von der Firma Sautter, Lemonmier & Cie, Paris geliefert. Sie besteht aus der Leuchte mit Lichtquelle und dem Tisch mit Drehwerk sowie Antrieb. Als Optik befindet sich eine Drehlinsenleuchte mit 24 Linsenfeldern im Turm. Die Lieferung der Optik erfolgte 1874 als französische Reparationsleistung aus dem Krieg 1870/71. Bei der Inbetriebnahme des Leuchttur-mes war die Lichtquelle eine fünfdochtige Petroleumlampe. Nach 1900 erfolgte der Einbau von Petroleumglühlicht und 1930 wurde der Leuchtturm mit dem örtlichen Stromnetz verbunden. Der Einbau von Glühlampenlicht erfolgte 1938 und 1958 wurde noch ein Notstromaggregat eingebaut. Die Kennung wurde anfangs durch ein Uhrwerk erzeugt, dessen Gewichte durch die Leuchtturmwärter hochgezogen werden mußten. Bei der Umstellung auf den elektrischen Betrieb entfiel diese Arbeit. Zwischenzeitlich erfolgt eine Modernisierung der Leuchteinrichtung und der Anschluß an die Fernsteuerung des Wasser- und Schiffahrtsamtes Norden. Im Jahre 2008 fand eine umfangreich Moderniierung der Leuchteinrichtung statt. Weitere Infos im Bericht der Fachstelle für Verkehrstechnik.
Neben dem Turm befindet sich noch das Haus der Leuchtturmwärter, in dem früher auch eine Telegrafenstation untergebracht war. Der Leuchtturm Norderney steht den Besuchern zur Besteigung der Plattform offen.
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