Helgoland
Zunehmende Strandungen von Schiffen auf den um die Insel Helgoland liegenden Riffen führten im 16. und 17. Jahrhundert zu einem einträglichen Geschäft aus dem Verkauf von Ladung und Trümmern. So ist auch nicht verwunderlich, dass sich die Helgoländer gegen die Errichtung eines Leuchtfeuers sträubten. Was auch dazu führte, dass es beim Betrieb einer 1630 erbauten Feuerbake immer wieder zu Störungen kam. Dies führte dazu, dass diese Bake 1639 wieder niedergelegt wurde. Erst 1769 gelang es den Hamburgern auf einem kubischen Backsteinbau eine Feuerblüse zu errichten.
Nach der Besetzung der 1714 dänisch gewordenen Insel durch die Engländer 1807 wurde zuerst die Blüse zu einem Leuchtfeuer umgebaut, aber schon sehr bald danach kam es zum Bau des ersten Leuchtturmes auf der Insel. In den Jahren 1810/11 erbauten die Engländer einen 18 m hohen Steinturm mit gläserner Laterne. Als Beleuchtungseinrichtung waren 24 Parabolscheinwerfer eingebaut, die 1875 durch eine Fresnelsche Optik ersetzt wurden.
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Nach dem Helgoland durch einen Tausch 1890 wieder deutsch geworden war, entschloss man sich zum Bau eines neuen Leuchtturmes.
Der Bau begann 1901 und wurde am 10. Juni 1902 mit der Inbetriebnahme des Feuers abgeschlossen. Auf einem steinernen Sockel entstand ein 36 m hoher runder sich nach oben verjüngender Turm aus gelben Ziegeln mit einer doppelten Galerie. Der Turm war anfangs mit roten Ringen versehen und erhielt 1921 einen gänzlich schwarzen Anstrich und die Laterne einen gelben Anstrich. Einige Jahre später veränderte sich das Aussehen nochmals, der Turm erhielt die Helgoländer Farben, rot und weiß mit grüner Laterne.
Im eisernen Laternenhaus war ein Spiegeldrehfeuer der Siemens AD mit einer Kohlenbogenlampe als Lichtquelle eingebaut.
Das Schnellblitzfeuer war 23 Seemeilen weit sichtbar. Während der Bombenangriffe wurde der Turm zerstört. Ein Turm gleicher Bauart ist heute noch am Kap Arkona auf der Insel Rügen in Betrieb.
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Auf einem 1941 als Flakleitstand errichteten Turm entstand 1952 ein provisorisches Leuchtfeuer. Im Jahre 1965 nun wurde der Turm umgebaut und erhielt eine Klinkerummantelung. Das Hauptfeuer Helgoland war am 1. April 1965 wieder voll in Betrieb. Weitere Umbauten erfolgten 1982 - 1084 mit dem Aufbau der Antennenanlage. Eine Modernisierung der leuchtfeuertechnischen Einrichtung erfolgte 1987 zusammen mit dem Anschluss an die Fernsteuerung in Tönning und dem Abzug des letzten Leuchtturmwärters. Auf dem 48,32 m hohen Leuchtturm ist als Leuchteinrichtung eine von der Firma Siemens AG gelieferte Drehscheinwerferoptik mit Xenon-Hochdrucklampen von 2000 Watt eingebaut. Sie besteht aus drei Scheinwerferlinsen, die jeweils doppelt vorhanden sind und sich durch Elektromotorenantrieb um die Lichtquelle drehen. Bei Ausfallen des Feuers schaltet sich automatisch die zweite Optik ein. Das Leuchtfeuer Helgoland, deren Feuerhöhe 82,43 m über Mittelhochwasser beträgt, sendet alle 5 Sekunden ein weißes Blitzfeuer. Die Tragweite des Lichtes beträgt 28 Seemeilen.
Auf der Düne - seit der Silvesterflut 1720/21 von der Hauptinsel getrennt - wurden 1899 erstmalig 3 Leuchtbaken
für Richtfeuer errichtet. 1936 entstand als Ersatz für ein Eisengestell, das heute noch vorhandene Oberfeuer Düne am Südstrand.
Die Isselburger Hütte lieferte die Strahlsegmente, aus denen der Turm zusammen gesetzt wurde. Nach Kriegszerstörungen wurde der Leuchtturm 1952 wieder hergestellt. Das Oberfeuer Düne mit einer Höhe von 15 Metern hat eine Tragweite von 9 Seemeilen. Das Feuer zeigt ein rot-weiß-grünes Sektorenfeuer mit je einem Leitstrahl in Richtung Helgoland Nord-Reede und Süden-Helgoland-Tonne. Das Unterfeuer, ein 14 m hoher rot-weiß gestreifter Mast, steht 140 m vom Oberfeuer entfernt.