Voslapp
.Nördlich von Wilhelmshaven im Jadebusen am Heppenser Fahrwasser liegt eine langgezogene Sandbank, die sogenannte Geniusbank. Dort lag seit 1877 ein Feuerschiff, das bis 1919 auf dieser Position war. Östlich dieser Sandbank lag das Voslapper Watt.
Im September 1958 erhielt die Leuchte ein hängendes Propangasglühlicht. Unterhalb des Turmes im Bereich der Stützbeine befand sich von 1947 bis 1958 der Gasbehälter, anschließend wurden Propangasflaschen eingesetzt. In den drei Stockwerken des Leuchtturmes waren im unteren teil die Schlaf-, Wasch- und Vorratsräume untergebracht. Seitlich hatte der Turm noch einen Ausleger mit Vorratsraum, Kohlenbunker sowie Bootsdeck. Unterhalb der Laterne befand sich eine Nebelglocke. Der Kennungsgeber des Leuchtfeuers war ein Uhrwerk mit Gewichtsaufzug und Otterblenden. Die Kosten des Bauwerks betrugen damals 145229 Mark und erhöhten sich 1951 durch die Erneuerung der Stützbeine um 67748,07 DM.
Alle Holzkronstruktionen und Rammpfähle bestanden aus imprägniertem Kiefernholz. Der Voslapper Leuchtturm, der als Leit- und Quermarkenfeuer seinen Dienst tat, hatte eine Höhe von 25,6 m über dem Erdboden und das Feuer befand sich in 20 m Höhe über Mittelhochwasser. Die Sichtweite betrug bei 3 m Augenhöhe 12,9 Seemeilen und bei 5 m 13,9 Seemeilen. Als Anfang der sechziger Jahre Landaufspülungen vorgenommen wurden, ersetzte man den Turm durch eine moderne Richtfeuerlinie weiter landeinwärts und im neuen Voslapper Watt. Reste der Stützpfeiler des Voslappper Leuchtturmes sind heute noch sichtbar.
Fotos: Voslapp 1906: WSA, Wilhelmshaven, Unterfeuer Voslapp: Dr. Berthold, Köln
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