List-Ost

List-Ost
Etwa 1,5 sm OSO von dem vorgenannten befindet sich in einem ähnlichen Turm das List-Ost-Feuer, ein weißes, festes Feuer 12,5 m über dem Erdboden und 22,1 m über Hochwasser, welches von 115° (SozO 3/40) über S und N bis 22,5° (NNO) 12 sm weit sichtbar ist. Beide Türme besitzen Linsenapparate 4. Ordnung und stehen auf der dem zunächst gelegenen Dünenkette. Das östliche, weiße Feuer – eben frei von dem westlichen, roten Feuer – führt über die Barre des Lister Tiefs. Diese Richtungslinie ist einkommend solange zu verfolgen, bis das Rote-Kliff-Feuer rot erscheint. Ändert das nur einen schmalen Sektor bestehende rote West-Feuer in weiß, ehe das Roter-Kliff-Feuer rot geworden, so hat man die Einfahrtrichtlinie nach Norden überschritten und steht zu nahe dem Rüster Sande. Südlich der Peilung 115° (SOzO 3/40) sind beide Listfeuer nicht sichtbar. 1914 erhielten beide Türme eine neue Laterne. Das Westfeuer hatte anfangs einen Petroleumglühlichtapparat (1857-1927), das Ostfeuer erhielt gleich einen selbstregulierenden Blaugasapparat(1857-1936), der im Jahre 1927 auch im Westfeuer eingebaut wurde (1927-1936). Im Jahre 1936 wurde elektrisches Glühlampenlicht eingebaut. Die Stromerzeugung erfolgte bis 1948 mit 2 Dieselaggregaten, anschließend kam der Strom aus dem örtlichen Netz. Die Feuer sind Leit- und Quermarkenfeuer.

Auf der Weltausstellung in Paris im Jahre 1852 erregte damals ein neuartiger Leuchtapparat großes Aufsehen. Dieser mit Öl gespeiste Apparat wurde von der dänischen Regierung für 40.000 dänischen Talern erworben und 1853 beschlossen, diesen in den geplanten Leuchtturm bei Kampen auf Sylt einzubauen. Die Signatur Friedrich VII. von Dänemark befindet sich noch heute am Turm.



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