MunkmarschAn der Wattküste der Insel Sylt, zwischen den Ortschaften Baderup und Keitum gab es einst einen Hafen mit dem Namen Munkmarsch, der aber bereits im März 1928 geschlossen wurde, wie aus den Nachrichten für Seefahrer zu entnehmen ist. Heute hat er nur noch die Bedeutung eines Sportboothafens.
Im Jahre 1894 wurde die 1876 eingerichteten Leitfeuer gelöscht und nördlicher angezündet. Die Richtfeuerlinie dieser Feuer war ONO – WSW und gab die Richtung des Fahrwassers im Pander Tief vom Butter Sand bis Munkmarsch an. Das dem Wasser zunächst liegende rote feste Feuer war 220 m nördlich von der alten Munkmarscher Brücke in einem am Wärterhaus befindlichen Anbau in einer Höhe von 20,2 m über gewöhnlichem Hochwasser und 4 ¾ m über dem Erdboden eingerichtet. Das weiße feste Feuer war auf einem Eisengestell östlich des Baderuper Weges auf der Munkmarscher Heide aufgestellt. Die Sichtweite beider Feuer betrug 8 Seemeilen. Im Segelhandbuch vom Reichs—Marie-Amt 1898 ist Munkmarsch wie folgt beschrieben: Munkmarsch, der Hauptlandungs-, Lösch- und Ladeplatz der Insel Sylt, hat einen kleinen Hafen und Anlegebrücken, welche Fahrzeugen mit 2 m Tiefgang, von der Rhede bei List durch die Lister Ley und das Pander Tief kommend, mit der Fluth erreichen können. Beide Fahrwasser waren betonnt. Als am 1. Juli 1927 der Hindenburgdamm nach einer Bauzeit von 4 Jahren durch den Reichspräsidenten eingeweiht wurde, war das Schicksal des Hafens Munkmarsch als Fährhafen besiegelt. Die „Sylter Dampfschiffahrts-Gesellschaft“ stellte im gleichen Jahr ihren Betrieb ein. Das Wärterhaus mit dem Anbau für das rote Festfeuer wurde 1963 abgerissen. Der Träger des weißen Festfeuers ging nach Dagebüll und wurde dort als Feuerträger aufgestellt. Im Jahre 1839 wurden von der dänischen Regierung zwischen dem Ellenbogen und der Insel Röm im Lister Tief Seetonnen ausgelegt, gleichzeitig an der Nordwest-Ecke des Ellenbogens, dem Ostindienfahrerhuk – so benannt nach der Strandung eines holländischen Ostindienfahrers – zwei Baken aufgestellt. Abbildung Zeitschrift LeuchtfeuerIndex Nordfriesische Küste - Schweswig-Holstein Westküste |
