Wremen und Wremer Loch
Auf dem Deich am Wremer Tief wurde 1907/08 ein kleiner runder schwarz-weiß gebänderter Leuchtturm erbaut. Der "Kleine Preuße" wie der Turm auch genannt wurde, war das Quermarkenfeuer Wremer Tief.
![]() |
Als 1923 das Hauptfahrwasser in den Fedderwarder Arm oder auch Oldenburger Arm verlegt wurde und das Feuer seine Bedeutung verlor, war der Wremer Fischer Emil Harms ganz und gar nicht damit einverstanden. Gegenüber dem Wremer Pastor Möller soll er zornig bemerkt haben, dass der für die Fischer so wichtige Turm als Richtungsbestimmung unbedingt an seinem Platz hätte stehen bleiben müssen, denn "Die Beseitigung des Turmes ist eine Erniedrigung vom Tonnenamt gegenüber Wremen". Am 01. Juli 1930 wurde das Feuer gelöscht und im August/September der Turm abgerissen. Die Laterne und Teil des Turmes fanden beim Bau des Oberfeuers Imsum 1929/39 eine weitere Verwendung.
![]() | ![]() | ![]() ![]() |
Ein Wremer Leuchtturm gibt es heute nicht mehr, ab er an der Nordostseite des Langlütjensandes steht noch das Richtfeuer "Wremer Loch", bestehend aus den 34 m hohen, schwarz-weiß gebänderten, Oberfeuer mit grüner Laterne und dem in einer Entfernung von 1050 m stehenden 18 m hohen Unterfeuer. Die alte Richtfeuerlinie Wremer Loch wurd vom 13. - 17. 03. 1968 oberhalb der Fundamente gesprengt und verschrottet. Die Fundamentköpfe blieben erhalten, sie wurden erst 1994 entfernt.Weitere Feuer in diesem Bereich sind die Richtfeuerlinien Dwarsgat und Langlütjen, sowie Hofe querab vom Wremer Tief und die Langlütjennordsteertbake. Die Richtfeuerlinie Hofe wurde im Jahre 1974 erbaut.
Die Richtfeuerlinie Wremer Loch, Langlütjen und das Oberfeuer Dwarsgat wurden 1993 wegen Veränderung des Fahrwassers versetzt.
Übersicht Weser




