Die Leuchttürme Dornbusch und Gellen auf der Insel Hiddensee
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Die gesteigerte Zunahme der Dampfschifffahrt im 19. Jahrhundert führte dazu, dass
die Kennzeichnung der Küsten mit Leuchtfeuern erfolgte. So entstand auch 1888 auf
dem 72 m hohen Bakenberg der Insel Hiddensee der 27,5 m hohe Leuchtturm
"Dornbusch". Im eisernen Laternenhaus mit Kuppeldach wurde ein Fresnelscher-Drehlinsenapparat II. Ordnung mit einem fünfdochtigen Petroleumbrenner I. Ordnung
eingebaut. Der auf einem Sockel stehende weiße achteckige Turm ist in seinem
Mauerwerk durch 13 dunkle Ringe unterbrochen. Er wurde am 19. November 1888
seiner Bestimmung übergeben und war mit zwei Leuchtturmwärtern besetzt. Die
Dienstwohnung befand sich neben dem Bauwerk, Bei einer Modernisierung des
Turmes im Jahre 1927 erhielt er seine Eisenbetonummantelung und seine 12 eckige
Form. Außerdem erfolgt die Umstellung auf elektrischen Betrieb sowie die Einführung
von Sektorenfeuer. Bei nebeligen Wetter wurden von 1890 an Knallsignale, später
Sirenentöne abgegeben.
Auf dem Südhaken der Insel Hiddensee, der auch Gellen genannt wird, wurde zur
Erleichterung der Einfahrt in den Stralsunder Hafen 1306 von den Stralsunder Hanseaten ein Leuchtfeuer errichtet. Es wurde bis zum 30 jährigen Krieg von den Mönchen des 1296 gegründeten Kloster St. Nicolai betreut.
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Nach einer langen Pause wurde 1905 ein unbewachtes, von der Firma Pintsch aus
Rathenow geliefertes, 12 m hohes Eisentürmchen aufgestellt, ein sogenanntes
Pintsch-Türmchen. Das Leuchtfeuer hatte eine gasgespeiste und ventilgesteuerte
Blinkvorrichtung und war außerdem noch mit einem Sonnenventil (auf der Grundlage
der Veränderung von Metallkörpers durch die Wärme von Sonnenstrahlen), um die
Gaszufuhr am Tage einzuschränken, versehen, Der weiße runde Turm hat eine rote
Laterne mit kegelförmigen Dach, Die Bake befindet sich an der Westküste der Insel
und steht auf einem steinernen Sockel. Der Turm wird inzwischen elektrisch
betrieben und ist ferngesteuert. Das Feuer hat die Funktion eines Leit- und Quermar-
kenfeuers.
Bildquelle: Horst Poppe, Peter Osbahr
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