Timmendorf
Die Fahrt der Schiffe aus der Mecklenburger Bucht nach Wismar geht an den Untiefen Hannibal und Lieps (steuerbord) sowie der Insel Poel und Walfisch (backbord) vorbei. Dieser Zugang wird nachts durch Leuchttonnen, Richt- und Leitfeuer gesichert, wobei der Leuchtturm Timmendorf die markanteste Navigationshilfe ist. Er wurde nach dem Ort gleichen Namens auf der Insel Poel benannt.
Die Feuerhöhe wurde 1930/31 bei einem Umbau erhöht, wobei sich das Aussehen des Turmes vollkommen änderte. Auf dem weißen Unterbau entstand ein dunkler Turmteil aus geputztem Ziegelmauerwerk. Als Abschluss folgte eine weiße Laterne mit rotem Dach. Die Optik wurde durch eine 540 mm hohe Gürtelleuchte ersetzt. Während der Umbauarbeiten war an einem Signalmast in 13 Metern Höhe eine Seelaterne mit Notbeleuchtung angebracht. Weitere Umbauten waren 1946 mit dem Einbau einer Lampenwechselvorrichtung und Flüssiggas als Ersatzlichtquelle, und 1978 ein Energieversorgungswechsel von Propan auf Akkumulatoren. Außerdem erheilt der Turm eine automatisch funktionierende Notstromversorgung und wurde an die Fernsteuerung angeschlossen. Der Leuchtturm Timmendorf ist heute 21 m hoch und hat ein Sektorenfeuer, In den Jahren 1995 bis 1997 wurde der Turm von Grund auf saniert. Ein Ersatzfeuer befand sich während der Zeit auf dem Lotsenturm, da das Leuchtfeuer des Timmendorfer Turmes in Wismar restauriert wurde.
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