Eckernförde
Auf der Mole des Eckernförder Hafens wurde 1864 erstmals ein einfaches Leuchtfeuer errichtet. Das erste Richtfeuer mit Leit- und Orientierungsfeuer für die Ansteue-
rung der Eckernförder Bucht entstand 1887. Das Feuer ist dank der Bemühungen Eckernförder Bürger erhalten worden und erhielt 1981 eine blau-weiße Bemalung. Heute ist der Turm blau-gelb.
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Im Jahre 1907 wurde im Süden der Stadt am Klintbarg, als Ersatz für das erste Richtfeuer, ein neuer Leuchtturm gebaut. Es war ein Wärterhaus mit aufgesetzter Leuchtkammer. Da 1913 zu den Füßen des Turmes die Torpedoversuchsanstalt entstand,
hätte man gern das Feuer versetzt, da es durch das Seegebiet der Torpedobahnen
führte. Man behalf sich dann mit der Errichtung eines Warnsektors. Das zuerst mit
Petroleumglühlicht betriebene Feuer, wurde 1926 elektrifiziert. Das Licht wurde durch
eine 1000 Watt-Glühlampe mit Parabolspiegel erzeugt, gebündelt wurde es in den
Sammellinsen einer 120 cm Gürtelleuchte. Die Kennung wurde mittels Otterblenden
erzeugt, die vom Gewicht eines Uhrwerks angetrieben wurden. Otterblenden sind
senkrecht angeordnete Jalousien, die über ein altertümliches, mit zahlreichen
Zahnrädern versehenes Getriebe in einem bestimmten Zeitintervall geöffnet bzw.
geschlossen werden. Dieses erforderte Schwerstarbeit für die Leuchtturmwärter. So
musste eine Stunde vor Sonnenuntergang das 120 kg schwere Gewicht des
Uhrwerks der Otterblenden hochgezogen werden und dieser Vorgang musste nach
10 Stunden wiederholt werden. Der letzte Leuchtturmwärter verließ am 30.
September 1986 bei der Außerdienststellung des Leuchtfeuers den Turm. Heute
befinden sich Ferienwohnungen in dem Bauwerk.
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Der heutige Leuchtturm Eckernförde hat mit seinem Aussehen wenig gemeinsam mit
anderen Leuchttürmen. Sein Bau war notwendig geworden, weil das bisherige
Leuchtfeuer aufgrund seiner geographischen Lage das von der Bundeswehr genutz-
te Warngebiet in der Eckernförder Bucht nicht eindeutig bezeichnen konnte. Der
1985/86 am steilem Hang des Klintbarg erbaute 36 m hohe Betonturm steht auf einer
9,8 x 9,2 m großen Gründungsplatte, die mit 14 Bohrpfählen von 11m gegründet
wurde. Die Laterne wird durch zwei nach See ausragende Plattformen gebildet. Da
sich der Leuchtturm von See gesehen aus der Hintergrundbebauung deutlich als Ta-
gesmarke heraushebt, wurde auf eine markante Bemalung verzichtet. Nur die rot
lackierten Aluminiumblechverkleidungen der Plattformbrüstung und die rote Kanten-
abdeckung des Turmdaches sowie des Betriebsgeschossdaches deuten auf die tra-
ditionelle Farbgebung eines Leuchtturms hin. Die 118,5 cm hohe Gürtelleuchte
stammt von dem alten Leuchtturm. In der Verglasung sind noch die Einschüsse aus
den beiden Weltkriegen zu sehen. Als Leuchteinrichtung ist eine 2000-Watt-Xenon-
Hochdrucklampe eingebaut. Diese 1000 DM teure, unter hohem Druck stehende,
Lampe wird mittels Hochspannung gezündet. Der dabei entstehende Knall ist so laut
wie ein Schuss. Nach 2000 Betriebsstunden muss die Lampe gewechselt werden.
Die Baukosten des Turmes, der am 1. Oktober 1986 in Betrieb genommen wurde,
betrugen 1,3 Mio. DM. Der Leuchtturm Eckernförde ist Leit- und Quermarkenfeuer.
Sein Feuer ist 17 Seemeilen weit sichtbar.
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Das heutige rot-weiß gebänderte Nebenfeuer "Hafeneinfahrt-Eckernförde" entstand
1981. Der 19 m hohe Turm besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff und einer
eisernen Laterne mit Plattform und Galerie. Das Feuer kann bei Sichtweiten unter
1000 Meter auch am Tage in der Zeit von 07.00 bis 22.00 Uhr auf Anforderung über
Kiel-Radio an die Hafenverwaltung eingeschaltet werden.
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