Heiligenhafen
Schon im Mittelalter war hinter einer zu einer Halbinsel angewachsenen Sandbank ein kleiner natürlicher Hafen entstanden. Er bot einen idealen Liegeplatz für kleinere Schiffe aller Art. Die wirtschaftliche Grundlage für das Stadtchen bildeten Schifffahrt, Handel und Fischerei. Zeitweise waren dort über 100 Fischerei Fahrzeuge beheimatet.
Ein erstes einfaches Orientierungsfeuer gab es dort etwa 1895. Auf dem jetzigen Leuchtfeuergrundstück stand ein Wohnhaus des August Adrian. In einem Fenster eines nördlichen Wohnraumes, mit einer Leitblende nach Osten, diente eine Petroleumlampe als Lichtquelle für dieses erste Leuchtfeuer in Heiligenhafen. August Adrian war der Feuerwärter.
Das Wohnhaus brannte 1906 ab, eine Umfassungsmauer blieb jedoch stehen. In dieser Mauer wurde behelfsmäßig eine Feuernische eingerichet, von der aus das Orientierungsfeuer in bisheriger Art unterhalten wurde. Feuerwärterin war Frau Luise Adrian.
1908 wurde durch den Staat nach Ankauf des Grundstücks ein runder 10 m hoher runder Turm aus gelben Ziegeln gebaut, und das Leuchtfeuer in verbesserter Art am 1.4.1908 in Betrieb genommen.
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Außerdem gibt es in Heiligenhafen noch die Richtfeuerlinie Heiligenhafen. Das 15,1 m hohe Oberfeuer befindet sich an einem Getreidesilo, das Unterfeuer 11 m hohe Unterfeuer ist ein weißer Rohrmast. Beide Feuer haben Toppzeichen Dreieck Spitze nach unten beim Oberfeuer und Dreieck Spitze nach oben beim Unterfeuer.
Quelle: Archiv Dr. Berthold, WSA Kiel, Außenbezirk Heiligenhafen.Übersicht

